Beiträge von volker1234567890

    Ich habe gestern mal an Renault D geschrieben. Heute kam schon die Antwort. Hier ein Auszug davon (ohne direkte neue Erkenntnisse, denn ich hatte auch nach EGR- und Motorbelastung durch das Update gefragt). Ich muss Renault mal loben: Wenn ich ehrlich bin hätte ich gedacht, dass evtl. gar nicht geantwortet wird....
    Zitat:


    "Sehr geehrter Herr....
    wir können Ihnen versichern, dass Renault Fahrzeuge nicht mit einer
    Manipulationssoftware oder einem System zur Umgehung der Emissionskontrolle
    ausgestattet sind. Alle zugelassenen Fahrzeuge der Renault Gruppe halten auf
    allen Märkten, auf denen sie angeboten werden, die Vorschriften ein und haben
    von den Behörden eine entsprechende Homologation erhalten. Abweichungen zwischen
    den Emissionen bei Homologationstests auf dem Prüfstand und der Nutzung im
    Fahrbetrieb sind normal. Die Abgasmessungen an unseren Fahrzeugen erfolgen nach
    den vom Gesetzgeber vorgeschriebenen, genormten Verfahren. Renault unterstützt
    die Weiterentwicklung von Homologationstests, welche die realen Fahrbedingungen
    besser widerspiegeln.


    Da Renault bestrebt ist, seine Modellpalette mit
    Hinblick auf eine Reduktion des Schadstoffausstoßes stetig weiter zu entwickeln,
    bieten wir Ihnen eine Maßnahme zur Reduzierung des NOx Ausstoßes Ihres Renault
    Kadjar im realen Fahrbetrieb an. Mit der Maßnahme kann Ihr Fahrzeug an den
    aktuellen, weiterentwickelten Stand unserer Serienproduktion angepasst werden.


    Es erfolgt eine Neuprogrammierung des Einspritzsteuergerätes, die zwei
    Effekte hat: zum einen die Erweiterung des Funktionsbereiches und Erhöhung der
    Wirksamkeit des EGR Systems und zum anderen eine bessere Steuerung und Kontrolle
    der Abgasreinigung. Die Erweiterung und Erhöhung der Wirksamkeit der
    Abgasreinigung erlauben es, die verschiedenen Fahrsituationen besser zu
    berücksichtigen. Die Neuprogrammierung ist freiwillig und kann nicht rückgängig
    gemacht werden. Es gibt keinen messbaren Einfluss auf Leistung und Verbrauch.
    Die Fahrzeuge bleiben mit den homologierten Angaben zum Kraftstoffverbrauch und
    der Leistung konform."


    Da zwei meiner Fragen (Zusatzbelastung EGR /Motor) nicht beantwortet wurden, habe ich nochmals eine Anfrage gestellt.
    Aber wie gesagt: Löblich, dass überhaupt geantwortet wurde. Andere Hersteller sind da eher schweigsam.

    Das der Motor nach dem Update etwas mehr schluckt, meint ja mein Bruder auch. Aber sehr viel mehr wird er nicht verbrauchen. Kann auch Einbildung oder Zufall sein.
    Man hat ja nicht jeden Tag gleiche Bedingungen.
    Oder wie Renault schreibt: "Keine spürbaren Auswirkungen auf die Leistung oder den Verbrauch".
    Mit anderen Worten: Ein wenig ändert sich beides schon, wenn auch geringfügig. Ein Liter Mehrverbrauch wäre spürbar, ein bis drei Zehntel wäre nicht so sehr spürbar.

    Da magst Du recht haben. Du bist ja Fachmann.
    Mein Bruder meint, dass er nach seinem Gefühl etwas mehr Diesel verbraucht - auf identischer Strecke. Er weiß aber nicht, ob das Zufall oder Tatsache ist.
    Das ist ja von so viel Faktoren abhängig. Also gehen wir mal davon aus, dass das nicht unbedingt der Fall ist.
    Was ich mich aber frage: Wieso wurde diese Motorsoftware nicht gleich mit Markteinführung des Motortyps R9M aufgespielt? Auch damals war schon
    ein möglichst geringer Schadstoffaustoß ein Thema. Wenn alles so problemlos ist, wie seitens Renault Deutschland dargestellt, hätte man das seit 2011
    machen können. Hat man aber nicht.
    Klar schreibt Renault vom "Entwicklungsfortschritt", an dem sie uns teilhaben lassen und davon, dass das Update kostenfrei ausgeführt wird (das wäre ja
    auch noch....). Aber das ist alles nur BlaBlaBla. Das kenne ich von jedem Hersteller und dient immer zur Beruhigung der Kunden. Die Beruhigung der
    Kunden wird immer angestrebt. Dafür gibt es sogar interne Noten /Anweisungen an Händler. Daher beeindruckt mich solches BlaBla-Geschreibsel
    überhaupt nicht.
    Ich für mich habe erst einmal entschieden: Es gibt an meinem Fahrzeug kein Update.

    Die Kundeninformation mit dem Hinweis, dass das beim nächsten Werkstattbesuch mit erledigt wird, bekam ich heute auch.
    Nun habe ich so gar keine Lust dazu.
    Es steht auf dem Schreiben: "...keine spürbaren Auswirkungen auf Leistung und Verbrauch". Das soll zwar zutreffen, so sagt mein Bruder (sein Kadjar hat
    das Update) und so sagen es auch die Werkstätten. Aber das Wort "spürbar" ist relativ. Was mich aber stört: Keine Aussage zu den Themen:
    a) macht das der Partikelfilter mit, bzw. geht er eher auf den Schrottplatz,
    b) wird die Motorlebensdauer beeinträchtigt,
    c) Abgasrückführung (Lebensdauer)
    Zu diesen Dingen wird nichts geäußert. Ich hätte aber gern gerade dazu ein Versprechen gelesen. Etwa wie: Es sind keine Beeinträchtigungen der
    Lebensdauer von Motor, AGR und DPF zu erwarten. Genau das aber hätte mich dazu bewogen, das Update ggf. durchführen zu lassen.
    So aber lasse ich das natürlich nicht tun. Ich kenne ja unsere Werkstätten vor Ort. Das sind auch meine Kunden. Und wehe denen, sie spielen
    es heimlich auf...… Nein, das machen sie nicht ohne meine Erlaubnis. Wir verstehen uns zu gut.

    Ich hatte mal mit einer Renault-Fachwerkstatt über eben dieses Thema "Rost am Auspuff" gesprochen. Denn mein Scenic II hatte auch nach 10 Jahren und 325.000km quasi keinen rostigen Auspuff (da aus Edelstahl).
    Sie meinten, dass die Auspuff-Teile des Kadjar trotzdem ewig halten werden. Die Materialstärke sei nicht unerheblich und außerdem würde es an der verwendeten Legierung liegen. Die äußere Schicht würde zwar gammelig (rostig) aussehen, aber unter dieser Schicht gammelt es nicht weiter.
    Was keinen Sinn machen würde: Entrosten und eine Lackierung der Auspuffteile. Die wäre spätestens nach 3....6 Monaten wieder hin. Man hatte das auf Wunsch verschiedener Leute, mit verschiedensten Schutzlackierungen und an verschiedenen Autotypen getestet.
    Er meinte: So lassen und gut ist es. Denn auch eine Oxidschicht kann das darunterliegende Material ausreichend schützen. Der Rest sei nur Optik.
    Als Beispiel nannte er u.a. auch Alu. Die Oxidschicht des Aluminiums schützt das Alu vor weiterer Korrosion. Würde man sie immer wieder entfernen, bildet sich neues Oxid, aber das Material wird mit der Zeit immer dünner.
    Gut, der Auspuff besteht nicht aus Alu. Aber wir kennen die Material-Zusammensetzung des Auspuffs nicht. Daher kann die Erklärung, bzw. der Vergleich, durchaus stimmen....